„Genogramm“ enthält Fotografien, die im Zeitraum von 2009 bis 2025 entstanden sind. Am Anfang war … Verwirrung. Die initiale Idee bestand darin, Bilder, die mir wichtig sind, zu sammeln, zu ordnen und aufzubereiten, um Zeugnis davon abzulegen, was ich fotografisch in den letzten zwei Jahrzehnten produziert habe. Denn die meisten meiner Arbeiten hatte bis dato noch kein Mensch gesehen. Mittlerweile begreife ich immer mehr, dass diese Bilder ein Ausdruck meiner Selbst sind, eine Manifestation meines Lebens. Und ich glaube, dass ich diese Bilder ausgestellt und veröffentlicht sehen muss, um mich selbst besser zu verstehen.
Im Zeitraum eines Jahres (2025-26) zeigte ich einmal im Monat, im Rahmen eines Fotografie-Seminares bei Anne Schönharting (Ostkreuz-Schule Berlin), meine Fotografien. Wir reflektierten gemeinsam in der Gruppe, was diese Bilder für mich bedeuten und wie sie zusammenhängen könnten. Aus der ursprünglichen Idee „Becoming Still“, einer eher mystisch-philosophischen Perspektive, entstand „Genogramm“ - eine Arbeit, die sich letztlich damit auseinandersetzt, wer wir innerhalb eines sozialen Systems namens Familie sind.
Das Ergebnis dieser einjährigen Arbeit ist als Gruppenausstellung, gemeinsam mit den anderen 16 Teilnehmenden dieses Seminares, vom 06.-08. März 2026 im Kunstquartier Bethanien Berlin zu sehen gewesen.